Satellitenbetreiber SES wächst weiter
Auch der Satellitenbetreiber SES präsentierte heute Zahlen und legte im 1. Halbjahr 2009 laut eigenen Angaben erfreuliche Ergebnisse vor. Do konnte die bereits robuste EBITDA-Marge für Infrastrukturbetreiber noch weiter verbessert werden. Auf erweiterter Transponder-Basis legten die Nutzungsraten erneut zu. Dank der Stärken der Gruppe konnten wir erfolgreich und zu günstigen Bedingungen mehrere Finanzierungsvorgänge umsetzen, mit denen wir die Konzernliquidität sowie die Laufzeitstruktur unserer Verschuldung verbesserten. Der stetige Vertragseingang, inklusive der Verlängerung eines Großvertrags mit BSkyB ermöglichte die Ausweitung unseres Auftragsbestandes auf nunmehr 6,5 Milliarden Euro, was mehr als dem Vierfachen des im Geschäftsjahr 2008 verzeichneten Umsatzerlöses entspricht. Die Geschäftsaussichten sind günstig und SES sieht zahlreiche Chancen zur Fortsetzung des ertragsreichen Wachstumspfades.
Der Transponder-Nutzungs- bzw. Verwendungsgrad verbesserte sich auf 80,5 Prozent, bei einer gegenüber 2008 erhöhten Basis von insgesamt 1.101 kommerziell verfügbaren Transpondern. Am Ende des Berichtszeitraums wurden insgesamt 886 Transponder genutzt, gegenüber 855 Ende 2008. Der Verlängerung bestehender Verträge kam im Berichtszeitraum eine wesentliche Rolle zu. Dies gilt insbesondere für die Verlängerung des langfristigen Vertrags für die Nutzung von 24 Transpondern durch BSkyB (Bereitstellung von DTH Pay-TV-Diensten), ein Beweis für die Stärke der Beziehung zwischen den beiden Unternehmen.
Am 3. April 2009 brachte der Solaris Mobile Joint-Venture Partner Eutelsat den Satelliten W2A mit der S-Band Nutzlast für mobile satellitengestützte Dienste in den All. In der Testphase im Orbit bestätigte sich, dass gegenüber den ursprünglichen technischen Spezifikationen erhebliche Mangel bestanden. Für den vollständig versicherten Wert der Nutzlast wurde eine Versicherungsklage eingereicht. Allerdings ergab sich aus den Tests ebenfalls, dass Solaris Mobile in der Lage sein dürfte, einige der geplanten Dienste anbieten zu können. Solaris Mobile ist zuversichtlich, dass die Verpflichtungen, die im Zuge der durch die Europäische Union erfolgten Zuteilung in Bezug auf das S-Band-Frequenzspektrum bestehen, erfüllt werden können und setzt nach wie vor alles daran, dem europäischen Markt diese Dienste zu bieten.
Die Gruppe betreibt einige Satelliten vom Typ Lockheed Martin A2100, bei denen unvorhergesehene Schaltkreisprobleme auf den Sonnenpaddeln auftreten können. Während des Berichtszeitraums gab es keine weiteren Ausfälle, die eine Reduzierung der Transponder-Kapazitäten erforderlich gemacht hätten. Darüber hinaus besteht ein umfangreicher Energie-Management-Plan, der die Auswirkungen von Ausfällen abfedern soll. Desgleichen ist nicht geplant, die Umsetzung des Ersatzprogramms für diese Satelliten zu beschleunigen. www.astra.lu