Schweiz: Privatfunkverband will HD Radio statt DABplus

Nach dem VPRT in Deutschland hat auch der Verband Schweizer Privatradios (VSP) seinen Mitgliedern geraten, sich bei der Entscheidung für eine digitale Verbreitungstechnologie gegen DABplus und für die günstigere High-Definition-Technologie (HD Radio) unterstützt. Bei HD-Radio kann ein Sender weiter sein analoges Signal senden und auf gleicher UKW-Frequenz zusätzlich bis zu drei digitale Programme mitübertragen.

In einem sechsseitigen Papier mit dem Titel “Digitalisierungsstrategie des VSP” rechnet der Privatradioverband detailliert vor, dass ein Radiounternehmer “mit Defiziten von mindestens 5 bis 8 Millionen Franken rechnen” müsse, “bis er einen Break-even-Punkt erreicht”. Das berichtet der “Klein Report” Das alles könne “für den einen oder anderen Veranstalter aus markenstrategischen Gründen sinnvoll sein”, könne aber für viele die finanziellen Möglichkeiten “übersteigen und eine unternehmerische Gefahr darstellen”, hieß es.

Hinzu komme, dass in den Schweizer Haushalten und Autos im Moment etwa 20 Millionen UKW-Radios vorhanden sind, wogegen es lediglich 300.000 Empfänger der veralteten DAB-Technik und eine unbekannte Anzahl von neueren DAB+-Geräten sind. Daran werde sich so schnell nichts ändern, vermutet der VSP, der überdies eine starke Konkurrenz seitens der Internet-Sender erkennt.

Der VSP schließt sich deshalb dem deutschen VPRT an, der vor einem Ausstieg aus der UKW-Technologie warnt, da dies den privaten Radiounternehmen die Geschäfts- und Lebensgrundlage entziehen, Investitionen und Arbeitsplätze vernichten und der Medienvielfalt den Boden entziehen würde.

You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed.

You must be logged in to post a comment.