Posted by admin on Juni 4th, 2009 |
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Microsoft wird sein neues Betriebssystem Windows 7 früher als geplant auf den Markt bringen.
PCs mit Windows 7 seien vom 22. Oktober an zu haben, sagte Microsoft Senior Vice President Bill Veghte am Dienstag in mehreren Interviews. Um dieses Ziel zu erreichen, würden die letzten Programmierarbeiten an dem neuen System im Juli abgeschlossen werden. Microsoft-Partner erhalten ihre Versionen bereits in der zweiten Juli-Hälfte. Windows 7 kommt in den sechs Varianten “Starter”, “Home Basic”, “Home Premium”, “Professional”, “Ultimate” und “Enterprise” mit gestaffelten Fähigkeiten. Preise teilte Microsoft bislang noch nicht mit.
Mit Windows erwirtschaftete Microsoft im vergangenen Geschäftsjahr 2008 rund ein Drittel seines Gesamtumsatzes von 60 Milliarden Dollar. Das Programm des Softwaregiganten läuft schätzungsweise auf 90 Prozent aller Personal Computer weltweit. Nach einem Misserfolg mit dem Vorgängersystem Windows Vista steht das Unternehmen von Microsoft-Chef Steve Ballmer unter großem Druck, einen möglichst reibungslosen Übergang zu der neuen Systemsoftware Windows 7 hinzubekommen.
Veghte sagte, die Reaktionen der Kunden auf die Vorabversion (“Release Candidate 1″) von Windows 7 habe bei Microsoft die Zuversicht gestärkt, mit dem neuen System bereits am 22. Oktober auf den Markt zu gehen.
Die Versionen im Überblick
Windows 7 Starter – entspricht einer Mischung aus “Vista Starter” und “Home Basic”. Wird nicht als Retail-Version angeboten, sondern nur zusammen mit einem PC verkauft. Als einzige Version weist sie größere Limitationen auf: keine Aero-Glass-Oberfläche, kein Media Center, maximal drei Anwendungen gleichzeitig, keine Erstellung von “Home Group”-Netzwerken.
Windows 7 Home Premium – Ein der beiden Hauptversionen sowohl für den Retail-Markt als auch für die Systemhersteller. Enthält wie Vista Home Premium alles Wichtige, es fehlen unter anderem weiterreichende Backup-Funktionen, das EFS-Verschlüsselungssystem und die Möglichkeit Remote Desktops zu hosten. Das “Premium” weist darauf hin, dass es – als heimliche sechste Version – dann doch wieder ein “Home Basic” geben soll. Ähnlich wie bei Vista Starter allerdings nur in Schwellenländern; in Deutschland wird “Home Basic” weder erhältlich sein noch sonst irgendeine Rolle spielen.
Windows 7 Professional – Die zweite Hauptversion wird es ebenfalls als Retail und für die Systembuilder geben. Ähnlich wie bei XP werden die zusätzlichen Features im Vergleich zur billigeren Variante für die meisten Nutzer unerheblich sein. Sie umfassen vor allem die bei “Home Premium” noch als fehlend genannten Teile sowie eine erweiterte Funktionalität im Netzwerk und bei der Gruppenarbeit.
Windows 7 Enterprise – Wie bisher ist die Enterprise-Edition ausschließlich zur Volumenlizenzierung vorgesehen. Der inhaltliche Umfang entspricht Windows 7 “Ultimate”.
Windows 7 Ultimate – Die Top-Version beinhaltet im Vergleich zu “Professional” zusätzliche Tools und Anwendungen wie DirectAccess, BitLocker, AppLocker und BranchCache – alle zielen sie auf eine erhöhte Sicherheit und Netzwerk-Produktivität ab. Zwar wird es “Ultimate” sowohl als Beigabe zu Komplett-System als auch im Retailmarkt geben. Microsoft will allerdings den Marketingaufwand für diese Version minimal halten; dementsprechend erwartet man auch nur sehr kleine Stückzahlen.
Quelle: satundkabel