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Neuer TV-Satellit von SES geht 2013 an den Start – SES-6

Ein neuer Satellit des luxemburgischen SES-Konzerns geht im Jahr 2013 an den Start. Für den Transport ins All ist der International Launch Services (ILS) verantwortlich, der eine Proton-Rakete einsetzt.

satellit_ses_astriumDas teilten die Unternehmen am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) mit. SES-6 soll den bisherigen Himmelskörper NSS-806 auf der Position 319,5º Ost ablösen, der für deutsche Zuschauer aufgrund der Erdkrümmung nicht anzupeilen ist.

Vorgesehen ist das neue Modell hauptsächlich für Kabelnetzanbieter in Nord-, Zentral- und Südamerika, die ihre Programme an Kopfstationen über Satellit zuführen.

SES-6 wiegt rund sechs Tonnen, basiert technisch auf der Eurostar-3000-Plattform von Astrium und trägt 43 C-Band- sowie 43 Ku-Band-Transponder. Wachstum erwartet sich SES vor allem in Lateinamerika, etwa 18 Millionen Haushalte werden angepeilt, das Angebot an HD-Sendern dürfte in den kommenden Jahren deutlich anziehen. Für ILS wäre es der insgesamt sechste Start eines SES-Satelliten seit Unterzeichnung einer Vereinbarung mit dem luxemburgischen Konzern im Sommer 2007.SE

Vertrag mit SES: EuroSkyPark nutzt ASTRA2Connect

SES ASTRA, ein Unternehmen der SES-Gruppe, hat mit EuroSkyPark, einem Betreiber von mobilen und stationären Satellitenkommunikationslösungen, eine Vereinbarung zur Bereitstellung eines bidirektionalen Satellitenkommunikationsdienstes für die Energie-, Transport- und Sicherheitsindustrie unterzeichnet. Die professionelle Lösung basiert auf dem Breitbanddienst ASTRA2Connect. EuroSkyPark wird den Dienst an Betreiber von Wind- und Solaranlagen, Energieversorger und Security-Unternehmen weiterverkaufen. Das Unternehmen ist mehrheitlich im Besitz des Energieversorgers RWE.

Der Dienst ermöglicht diesen Unternehmen die Implementierung so genannter SCADA-Lösungen (Supervisory Control and Data Acquisition), die üblicherweise für die Erfassung, Beobachtung und Kontrolle von Daten verwendet werden und ist eine sehr zuverlässige, kostengünstige und schnelle Lösung für alternative M2M- (machine-to-machine) Kommunikationsplattformen. Mit dem Dienst können Kunden ihre Daten auch an eine Empfängergruppe übermitteln, die sich in abgelegenen Regionen ohne Zugang zu terrestrischen Internet-Infrastrukturen befindet. SES ASTRA bietet dabei eine ununterbrochene Datenübertragung und feste Bandbreite. www.ses-astra.com

Satellitenbetreiber SES wächst weiter

Auch der Satellitenbetreiber SES präsentierte heute Zahlen und legte im 1. Halbjahr 2009 laut eigenen Angaben erfreuliche Ergebnisse vor. Do konnte die bereits robuste EBITDA-Marge für Infrastrukturbetreiber noch weiter verbessert werden. Auf erweiterter Transponder-Basis legten die Nutzungsraten erneut zu. Dank der Stärken der Gruppe konnten wir erfolgreich und zu günstigen Bedingungen mehrere Finanzierungsvorgänge umsetzen, mit denen wir die Konzernliquidität sowie die Laufzeitstruktur unserer Verschuldung verbesserten. Der stetige Vertragseingang, inklusive der Verlängerung eines Großvertrags mit BSkyB ermöglichte die Ausweitung unseres Auftragsbestandes auf nunmehr 6,5 Milliarden Euro, was mehr als dem Vierfachen des im Geschäftsjahr 2008 verzeichneten Umsatzerlöses entspricht. Die Geschäftsaussichten sind günstig und SES sieht zahlreiche Chancen zur Fortsetzung des ertragsreichen Wachstumspfades.

Der Transponder-Nutzungs- bzw. Verwendungsgrad verbesserte sich auf 80,5 Prozent, bei einer gegenüber 2008 erhöhten Basis von insgesamt 1.101 kommerziell verfügbaren Transpondern. Am Ende des Berichtszeitraums wurden insgesamt 886 Transponder genutzt, gegenüber 855 Ende 2008. Der Verlängerung bestehender Verträge kam im Berichtszeitraum eine wesentliche Rolle zu. Dies gilt insbesondere für die Verlängerung des langfristigen Vertrags für die Nutzung von 24 Transpondern durch BSkyB (Bereitstellung von DTH Pay-TV-Diensten), ein Beweis für die Stärke der Beziehung zwischen den beiden Unternehmen.

Am 3. April 2009 brachte der Solaris Mobile Joint-Venture Partner Eutelsat den Satelliten W2A mit der S-Band Nutzlast für mobile satellitengestützte Dienste in den All. In der Testphase im Orbit bestätigte sich, dass gegenüber den ursprünglichen technischen Spezifikationen erhebliche Mangel bestanden. Für den vollständig versicherten Wert der Nutzlast wurde eine Versicherungsklage eingereicht. Allerdings ergab sich aus den Tests ebenfalls, dass Solaris Mobile in der Lage sein dürfte, einige der geplanten Dienste anbieten zu können. Solaris Mobile ist zuversichtlich, dass die Verpflichtungen, die im Zuge der durch die Europäische Union erfolgten Zuteilung in Bezug auf das S-Band-Frequenzspektrum bestehen, erfüllt werden können und setzt nach wie vor alles daran, dem europäischen Markt diese Dienste zu bieten.

Die Gruppe betreibt einige Satelliten vom Typ Lockheed Martin A2100, bei denen unvorhergesehene Schaltkreisprobleme auf den Sonnenpaddeln auftreten können. Während des Berichtszeitraums gab es keine weiteren Ausfälle, die eine Reduzierung der Transponder-Kapazitäten erforderlich gemacht hätten. Darüber hinaus besteht ein umfangreicher Energie-Management-Plan, der die Auswirkungen von Ausfällen abfedern soll. Desgleichen ist nicht geplant, die Umsetzung des Ersatzprogramms für diese Satelliten zu beschleunigen. www.astra.lu